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Blaise Pascal – ein Mann des Widerspruchs

Blaise Pascal, ein bemerkenswerter Mathematiker und Philosoph seiner Zeit, wurde 1623 im Zentrum Frankreichs, in Clermont-Ferrand geboren. Pascal war nicht nur ein leidenschaftlicher Naturwissenschaftler, sondern auch ein streng gläubiger Christ. Für ihn war das jedoch kein Widerspruch.

Das Wunderkind Blaise Pascal

Blaise Pascal verlor seine Mutter bereits im Alter von 3 Jahren. Sein Vater erkannte schon früh die besonderen Fähigkeiten des Sohnes. Um Blaise und seinen zwei Schwestern die Möglichkeit einer guten Ausbildung zu schaffen, zog der Vater mit seinen Kindern 1631 nach Paris. Die Stadt war zu dieser Zeit, unter dem Einfluss Richelieus, das Zentrum von Kunst, Naturwissenschaft und Mathematik.

Blaise Pascal erhielt Unterricht von seinem Vater und zeigte ein außergewöhnliches mathematisches Talent. Er arbeitete selbstständig die ersten 32 Sätze der Euklidischen Geometrie aus. Mit 16 Jahren erschien Pascals erste große wissenschaftliche Schrift: seine Arbeit über Kegelschnitte (“Essay pour les coniques”).

Pascals Rechenmaschine – die Pascaline

Als sein Vater 1640 zum königlichen Kommissar für das Steuerwesen in Rouen beauftragt wird, unterstützte Blaise Pascal ihn bei seinen Geschäften und entwickelte 1642 eine mechanische Rechenmaschine, die sogenannte Pascaline. Sie war nur für die Addition brauchbar und hatte den Nachteil, dass die Zahnräder durch die Schwerkraft nach unten gehalten wurden und sich somit nicht frei drehen konnten. Dennoch gilt Pascals Rechenmaschine als ein Meilenstein in der modernen Informatik.

Blaise Pascal und die Hydrostatik

Blaise Pascal fand eine Formel für den hydrostatischen Druck, das Pascalsche Gesetz.

Blaise Pascal fand eine Formel für den hydrostatischen Druck, das Pascalsche Gesetz.

Ab 1647 lebte Pascal wieder in Paris. Hier führte er Studien zum Luftdruck durch und erkannte, dass der hydrostatische Druck von der Höhe des entsprechenden Ortes abhängt. 1653, zwei Jahre nach dem Tod seines Vaters, entwarf Blaise Pascal eine Abhandlung über den hydrostatischen Druck, in der die gesamte Hydrostatik diskutiert wird.

Er beschreibt die Eigenschaften von Flüssigkeiten und Gasen, wie den Auftrieb, und fand eine Formel für den hydrostatischen Druck, das Pascalsche Gesetz. Außerdem entdeckte Pascal die Möglichkeit der Wettervorhersage mithilfe eines Barometers.

Trotz seines sich verschlechternden Gesundheitszustands forschte Blaise Pascal weiter und befasste sich mit Wahrscheinlichkeitsrechnung, der Theorie des Roulettes, entwickelte das berühmte Pascalsche Dreieck und begründete mit seinem Droschkenunternehmen sogar den öffentlichen Nahverkehr in Paris.
Im Alter von nur 39 Jahren starb er nach schwerer Krankheit in Paris.

Ein Leben zwischen Religion und Naturwissenschaft

Sein Leben lang schwankte Blaise Pascal in seinem Schaffen zwischen Gläubigkeit und Wissenschaft. Er war ein Anhänger des Jansenismus, einer Reformbewegung der katholischen Kirche. Doch für ihn stellten Glauben und Wissen keinen Widerspruch, sondern eine Einheit dar.

Insbesondere in den letzten Jahren seines Lebens spielten seine religiösen Werke eine große Rolle.